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Die Geschichte Krieghabers


Die Gründung des Dorfes ist mit einiger Gewissheit in das 6. oder 7. Jahrhundert zu datieren, wie ein nachgewiesenes alemannisches Gräberfeld nahelegt.

Im Mittelalter führte die Reichsstraße von Augsburg über Günzburg nach Ulm durch dieses Dorf. Sie ist die heutige Ulmer Straße.

1488 war der Ort unter dem Namen "Grüeßhaber" bekannt, bis es dann zu "Kriegshaabern" wurde. Seit 1550 war die Gemeinde schließlich unter dem Namen Kriegshaber bekannt.

Bereits 1910 erweiterte man die Augsburger Straßenbahn nach Kriegshaber.


Ebenfalls um 1910 waren bereits 11 Bäckerein, 21 Schuhmacher, 26 Spezeriehändler, 10 Viehändler und 28 Schneider und Kleidermacherinnen im Ort tätig.

Während des Ersten Weltkriegs wurde die bisher selbstständige Gemeinde zum 1. April 1916 wegen Überschuldung, in die sie insbesondere durch Ausgaben für das Schul- und Armenwesen geraten war, in die Stadt Augsburg einverleibt, wie es damals genannt wurde.

Als Folge der Eingemeindung wurde eine Strom- und Trinkwasserversorgung, sowie Kanalisation installiert. Die eingebrachten Flächen nutzten der Stadt, war hier doch Platz um das Westkrankenhaus, eine Kinderklinik und später das Zentralklinikum Augsburg zu errichten.

Der Zweite Weltkrieg ging auch an Kriegshaber nicht spurlos vorüber. Beim ersten Luftangriff am 16. Juli 1944 wurde die Pfarrkirche durch eine Sprengbome zerstört. Es folgten weitere Angriffe am 15. Januar und 19. April 1945 auf unser Stadtgebiet, wobei viele Menschen den Tod fanden.

Der Stadtteil war lange Zeit durch Kasernen und Militärgelände geprägt. Die ehemaligen Wehrmachtskasernen wurden 1945 von der US-Armee übernommen und bildeten die US-Garnison Augsburg. Auf dem Großen Exerzierplatz entstanden große Wohnsiedlungen für amerikanische Soldaten und Offiziere. Als Folge des Ende des Kalten Krieges hat die US-Armee Augsburg vollständig verlassen und die Gebäude und Flächen werden nach und nach umgewidmet.
Zum Nationalsozialismus und dem amerikanischen Leben in Kriegshaber finden Sie hier Audiobeiträge zu folgenden Bauten
NCR, Die Michelwerke, Deutsch-Amerikanisches Volksfest und des PX.

Heute ist Kriegshaber ein Stadtteil im Westen von Augsburg mit 17.200 Einwohnern. Kriegshaber grenzt an die Städte Neusäß und Stadtbergen im Westen, die Augsburger Stadtteile Bärenkeller im Norden, Oberhausen im Osten und Pfersee im Süden.


Kirchen:
Die älteste Kirche in Kriegshaber ist die Dreifaltigkeitskirche. Sie wurde 1866/67 von Max Treu erbaut.




Synagoge Kriegshaber

Die Synagoge in Kriegshaber wurde im 17. Jahrhundert erbaut und 1913 zum ersten Mal renoviert.

Erkennungsmerkmal der Synagoge ist der sogenannte Davidstern, der sechszackige Stern über der Tür.


Kriegshaber: zur Geschichte der Schule

Im Jahre 1778 wurde das Schulhaus von Joseph Dossenberger erbaut und war für ca. 100 Jahre das einzige Schulgebäude für die Kinder aus Kriegshaber und Neusäß.
Da viele Lehrer und auch der Schulleiter der Knabenschule dann in den Krieg ziehen mussten, wurden die beiden Schule vorübergehend von Mathilde Schmid geführt, die jedoch bereits 1945 starb.